2016/2017

"Es geht auch anders"

undefined Odesa und Unterstützer

... oder "Die Mittlere Reife auf Umwegen"

Beharrlichkeit und eine gute Portion engagierte Unterstützung der großen Politik machten es möglich, dass unsere Schülerin Odesa L. jetzt doch den begehrten Mittleren Schulabschluss der D.-Paul-Eber-Mittelschule in Händen halten kann.

Odesa musste kurz vor den schriftlichen Prüfungsterminen zurück in den Kosovo. Der reguläre sichere Schulabschluss rückte so in weite Ferne. Die bereits geleisteten Teilprüfungen waren folglich ohne Wert.

Die mehrmalige schriftliche Bitte an die Botschaft in Odesas neuer Heimat, ihr ein Visum für den Prüfungszeitraum zuzusagen wurde negativ beschieden. Was nun?

Die große Politik in München und Berlin um Hilfe gebeten, sah die Sache so: „Jedes Mädchen, egal wo, sollte in ihrem schulischen und beruflichen Fortkommen unterstützt werden“. Binnen weniger Tage war das Wunder organisiert und Odesas Visaantrag bearbeitet und positiv beschieden. Odesa hält heute, Dank dieser tollen Unterstützung, ihren Mittleren Schulabschluss in Händen und besucht nun dort in Prisren die 11. Klasse am deutschen Gymnasium.

Wir als Schule danken ganz herzlich allen, die mitgeholfen haben, Odesas Weg zukunftssicher zu machen.

Besuch aus Papua-Neuguinea

Am Dienstag, 18.07.2017, bekam die D.-Paul-Eber-Mittelschule Gäste aus Papua-Neuguinea, die vom Dekanat Kitzingen eingeladen worden waren.
Die Partnerschaft zwischen dem Dekanat und dem Lutheran Church Banz besteht seit 1992.
Es finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt, mit dem Ziel, sich näher kennenzulernen, auszutauschen und Anregungen zu geben.
Vor allem die unterschiedlichen Organisationsstrukturen und kulturellen Ausprägungen werden interessiert verglichen. Frau Nusko hatte dieses Treffen arrangiert.

Vier Gäste besuchten unsere Schule:
Ruth, Esther, Peter und Philipp, die als Lehrer und Sozialarbeiter an ihren Schulen arbeiten.
Sie bleiben insgesamt vier Wochen in Kitzingen und absolvieren dabei ein umfangreiches Programm.

Nach der Begrüßung stellte die Schulleiterin Fr. Dr. Säger die Schule vor.
Alexander Krebs, der Jugendsozialarbeiter unserer Schule, zeigte auf, wie er im Bereich der Gewaltprävention mit Schülern arbeitet.
Beim anschließenden Rundgang durch das Schulhaus äußerten sich die Gäste sehr lobend über das Angebot an Fachunterricht und die räumliche Ausstattung. Highlight war ein Besuch in der Überklasse, in der vorwiegend Migrantenkinder unterrichtet werden.
Die Klassleiterin Silvia Hofmann sowie die Lehrkräfte Felicitas Rein und Katharina Augustin vermittelten den Gästen während einer Unterrichtsstunde, wie sie mit den Jugendlichen arbeiten.
Zum Abschluss gab es einen Austausch zwischen den Schülern und den Besuchern. Es wurde v. a. die sehr gute Atmosphäre in der Klasse gelobt. Für die Schüler war es eine besondere Stunde, denn mit einem Blick auf die Landkarte war das Erstaunen groß, dass Papua-Neuguinea auf der anderen Erdhalbkugel liegt und 23 Flugstunden entfernt ist.
Mit eindrucksvollen Bildern ermöglichten die Gäste einen Einblick in ihre so ganz andere Welt, gleichwohl manche Themen und Probleme gar nicht so unterschiedlich zu sein schienen.

Eine äußerst gelungene Begegnung!